Radfahren in der Stadt

Radfahren in der Stadt © ADFC | April Agentur

ADFC-Fahrradklimatest 2014

 

Trotz Verlust der Spitzenposition in Brandenburg – das Fahrradklima in Oranienburg wird immer besser! Bundesweit jetzt schon auf Platz 14.

 

Nun ist es amtlich: das Fahrradklima in Oranienburg wird von Jahr zu Jahr besser. Dies geht zumindest aus den Auswertungen des jüngsten Fahrradklimatests hervor, den der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am 19. Februar veröffentlicht hat. Zwischen dem 24. September und dem 30. November letzten Jahres waren Radfahrer bundesweit aufgerufen, die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte anhand eines 27 Punkte umfassenden Fragenkataloges zu beurteilen. Um in die Wertung des Klimatestes aufgenommen zu werden, mussten die Städte eine bestimmte, an der Einwohnerzahl orientierte Zahl an Beurteilungen auf sich vereinen. Im Falle Oranienburgs lag die Messlatte bei 50 Rückläufern; eine Vorgabe, die die Oranienburger mit 211 ausgefüllten Fragebögen locker meisterten.

Im Ergebnis des Fahrradklimatests musste Oranienburg seine Spitzenposition in Brandenburg zwar überraschend an Ketzin, das erstmals in die Wertung kam, abtreten, bundesweit betrachtet hat die Stadt jedoch einen bemerkenswerten Sprung im Ranking vergleichbarer Städte gemacht. Lag Oranienburg 2012 noch auf Platz 49 von 255 gewerteten Städten, hat sich die Havelstadt trotz steigender Teilnehmerzahl (292) nunmehr bereits auf einen beachtlichen 14. Platz vorgeschoben. Grund hierfür ist die erfreulich gute Bewertung des vorherrschenden Fahrradklimas durch die Oranienburger Radfahrer, die dieses aktuell mit einer Durchschnittsnote von 2,9 bewerten. Beim vorangegangenen Test gab es noch eine 3,4. Legt man die bundesweite Durchschnittsnote von 3,6 zugrunde, gehört Oranienburg zweifellos zu den Gewinnern unter den Städten, die sich der Radverkehrsförderung verschrieben haben. In allen abgefragten Kategorien steht Oranienburg besser dar als der Bundesdurchschnitt. Mit einer Ausnahme: der Diebstahl von Rädern scheint in Oranienburg noch ausgeprägter zu sein als in anderen Städten. Für dieses Ärgernis gab es denn auch nur eine 3,8.

Die Gesamtbeurteilung zeigt, dass Oranienburg weiter auf gutem Wege ist, eine fahrradfreundliche Stadt zu werden. Gleichzeitig sollten die Bewertungen aber auch Ansporn sein, um die geleisteten Anstrengungen bei der Radverkehrsförderung weiter fortzuführen und um insbesondere die offenkundig noch bestehenden Defizite (Fahrraddiebstahl und Winterdienst auf Radwegen) abzustellen.

Die Platzierungen und Bewertungen des ADFC- Fahrradklimatest 2014 sind hier einsehbar: http://www.adfc.de/fahrradklima-test/adfc-fahrradklima-test

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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