Neues zu unseren Radwegen in Oranienburg, Stand Mai 2020

 

Eröffnung der Dropebrücke am 20.12.2019

Deutlich vor dem projektierten Termin konnte bereits kurz vor Weihnachten die Dropebrücke wieder freigegeben werden. Unsere Belange sind gut berücksichtigt mit breiten Radfahrwegen auf jeder Fahrbahnseite.

 

Das östliche Teilstück der Saarlandstraße zwischen Robert-Koch-Straße und Lehnitzstraße wurde insgesamt ausgebaut. Hier sind beidseitig asphaltierte, hochbordgeführte Radwege entstanden, die sowohl dem Alltags- als auch dem touristischen Radverkehr dienen. Neben einer bereits ausgewiesenen Knotenpunkt-Route soll hier nach Fertigstellung des geplanten Uferweges an der Havel künftig auch der Havelradweg geführt werden. Auch deshalb wurde westlich der Dropebrücke eine Mittelinsel in die Fahrbahn eingebaut, die das Queren der Saarlandstraße zum Erreichen des Havelufers erleichtern soll.

Da der Radweg baulich deutlich vom Gehweg abgegrenzt ist, bedarf es hier keiner Zusatzbeschilderung „Gehweg/Radverkehr frei“. Trotz der komfortabel zu befahrenen Oberfläche besteht im Übrigen keine Benutzungspflicht für den Radweg, mehr dazu weiter unten.

Übrigens, der Havelradweg konkretisiert sich: Die Planung ist stabil, die Fördermittel sind bewilligt und das Tiefbauamt steht in den Startlöchern. Die Wasserschifffahrtsverwaltung muss aber noch okay geben und die Bombensuche erledigt werden. Die unwegsame Idylle, wie auf dem Foto zu sehen, wird sich wandeln, auch werden wir schon in naher Zukunft die Saarlandstraße auf einem komfortablen Radweg unterqueren können.

Von der Bernauer Straße zur Speyerer Straße auf neuem Radweg

 

Im Zuge des Straßenausbaus der Speyerer Straße ist auch eine neue, eigenständig verlaufende Radwegeverbindung zur Bernauer Straße hergestellt worden. Obwohl diese vor allem der komfortableren Erreichbarkeit der noch im Bau befindlichen Kindertagesstätte in der Speyerer Straße dienen soll, wird der neue asphaltierte Weg bereits jetzt schon sehr gut von Zweirädern angenommen. Dies hängt sicherlich mit der Verbindungsfunktion der Speyerer Straße zusammen, stellt sie doch wegen des fehlenden Tunnels den schnellsten Weg aus dem Wohngebiet zum Bahnhof dar. Noch sieht das Umfeld der neuen Radwegeverbindung etwas trostlos aus, doch schon in Kürze werden Baumpflanzungen und eine Rundbank zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität beitragen.

Radwegplanung für Germendorf

 

Das leidige Thema Radwege in den Ortsteilen wird nun in Germendorf angegangen. Eine Vorplanung mit mehreren Alternativen ist von einem Ingenieurbüro erarbeitet worden und befindet sich in der Kommentierung. Danach wird ein breiter Radweg für beide Richtungen vom Globus bis zur Veltener Straße auf der südlichen Straßenseite geführt (im Foto links).

Wenn man sich die Unterlagen anschaut, erkennt man erst welch ein Aufwand und welche Überlegungen hinter so einem Plan stehen – und dabei handelt es sich „nur“ um eine Ortsdurchfahrt an einer bestehenden Straße.

Bis wir aber dort sicher und bequem radeln können, wird es noch einige Monate brauchen, aber der Anfang ist gemacht. Auf einen Anfang warten auch dringend andere Ortsteile wie Schmachtenhagen oder Malz.

Fahrradabstellanlage Bahnhof Sachsenhausen

 

Die alte Fahrradparkanlage von unserem „Hauptbahnhof“ hat nach Bau des Fahrradparkhauses dort ausgedient und ist nun zu neuem Leben am Bahnhof Sachsenhausen erwacht.

Dieser hat als Ein- und Ausstiegspunkt für Bahnpendler sichtlich an Bedeutung gewonnen, seitdem der langwierige Zwischenhalt am Bahnhof Oranienburg entfallen ist und die Bahn bis nach Berlin Ostkreuz verkehrt. So hat das Aufkommen zwischenzeitlich ein Niveau erreicht, welches einen Handlungsbedarf bei der Unterbringung des ruhenden Radverkehrs erkennen ließ. 

Anstatt sich aber Gedanken über eine geeignete Umsetzung machen zu müssen, kam es der Stadt zu pass, dass auf dem Stadthofgelände bereits eine geeignete Konstruktion samt Überdachung auf ihren erneuten Einsatz wartete. 

Dabei handelt es sich um die aus mehreren Modulen bestehende Fahrradabstellanlage, die wegen der Neugestaltung des Oranienburger Bahnhofsplatzes abgebaut wurde. Eines der Module, welches 13 doppelseitig nutzbare Einstellbügel umfasst, ist jetzt einschließlich Überdachung in den bislang unbefestigten Seitenraum der Straße An der Bahn aufgestellt worden, komplettiert durch fünf Stellplätze für PKWs, Gehwegreparatur und neue Beleuchtung.

Benutzungspflicht für Radwege entfallen zunehmend in Ortsbereichen

Diese Gebote werden nach dem Grundsatzurteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg innerorts generell in nächster Zeit aufgehoben. Radfahrer können also wahlweise auf der Straße fahren oder den Radweg benutzen. 

Das ist bereits an diversen Orten in Oranienburg umgesetzt worden, viele Gebotsschilder sind aber noch vorhanden.

Wahlweise Benutzung gibt es jetzt an folgenden Stellen (teilweise nur Abschnitte oder nur eine Richtung):

  • Walther-Bothe-Straße westlich der Berliner Straße (Foto)
  • Straße der Einheit
  • Saarlandstraße
  • Germendorfer Allee - Luisenstraße bis B96
  • Lehnitzstraße - Saarlandstraße bis Havelkorso

sowie entschieden, aber noch nicht umgesetzt:

  • Bernauer Straße - Schlossplatz bis Lehnitzstraße

Umbau Kreisverkehr Saarlandstraße / Berliner Straße

In wenigen Tagen beginnt der Umbau, der die Unfallstatistik hier verbessern soll. Anders als am Kreisverkehr Sachsenhausener Straße / Rungestraße wird der Radverkehr weiterhin auf separaten Wegen geführt. Aber anders als am Kreisverkehr am Bahnhof Sachsenhausen bekommt der Fuß- und Radverkehr Vorfahrt, realisiert durch Zebrastreifen und rotmarkierten Radfurten auf allen PKW-Zu- und Abfahrten des Kreisels.

    Radweg Wensickendorf–Wandlitz im Bau!

    Am 8. Oktober 2019 waren wir beim symbolischen ersten Spatenstich am Rahmersee zugegen. Das Foto zeigt die B273 nun auf den Tag genau sieben Monate später. Das ist allerdings die Stelle, an der schon am meisten zu sehen ist, andere Bereiche sind noch unberührt. Der Radweg entsteht auf der nördlichen Seite der Bundessstraße. Erst 2021 werden wir wohl hindernisfrei dort radeln können. Für die nächsten Monate sollte man von der Benutzung der Straße per Rad absehen. Zur Zeit gibt es zwei ampelgesteuerte Strecken mit jeweils nur einer Fahrbahn für beide Richtungen und ohne separaten Platz für Radler. Der Umweg über Stolzenhagen ist empfehlenswert.

    Übrigens, ganz anders der Radweg von Nassenheide nach Teschendorf: 
    Dort radelt es sich schon perfekt. Allerdings, die Ortsdurchfahrten sind und bleiben ein heikles Thema.

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    Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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    • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

      Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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    • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

      Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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      Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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