3 schwere Fahrrad-Unfälle innerhalb weniger Tage - ADFC Oranienburg

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Oranienburg

3 schwere Fahrrad-Unfälle innerhalb weniger Tage

Am 17. Oktober 2020 verstarb ein Wensickendorfer Radfahrer, nachdem er von einem Auto auf der Straße nahe Zehlendorf angefahren wurde.

Die Dorfgemeinschaften von Zehlendorf und Wensickendorf gaben eine Woche später bei der Mahnwache ihre Trauer zum Ausdruck. Auch zahlreiche Politiker aus den Ortsteilen und aus Oranienburg fanden sich ein, sowie die lokale Presse. Aus Berlin, Birkenwerder und Oranienburg waren ADFC-Vertreter am Trauerort. An die 200 Trauernde nahmen an der stillen Mahnwache teil. Auf Wunsch der Angehörigen wurden keine Ansprachen gehalten, es genügte ein Dankeswort des Wensickendorfer Ortsvorstehers Heinz Ließke für das zahlreiche Erscheinen.

Bei diesem Unfall passt alles zum Bild „böser Autofahrer“: Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein SUV, der Fahrer war angetrunken und beging Unfallflucht. Vor allem aber führte er ein hochriskantes Überholmanöver aus, in dessen Folge der Radler auf der Fahrbahn angefahren wurde. Das Fahrzeug mit zwei Insassen wurde wenig später von der Polizei gefunden. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Fahrer nun zu seiner Tat bekennt. Leider gibt es diesen Autofahrertyp zu häufig, auch wenn sich die Mehrheit der Autofahrer respektabel verhält.

Die beiden anderen schweren Unfälle wurden von LKW-Fahrern verursacht, beide am 19. Oktober. In diesen Fällen wurden die Verletzten per Hubschrauber in Krankenhäuser geflogen.

In Bernöwe erfasste ein Schmutzwasserlaster eine Rennradfahrerin. Wie das auf der Fahrradstraße passieren konnte, ist sehr unklar. Zwar darf das Versorgungsfahrzeug dort wohl unterwegs sein, aber die Wege- und Geschwindigkeitsverhältnisse machen einen derartigen Unfall schwer vorstellbar.

In Hohen Neuendorf kam es am gleichen Tag zu einem typischen LKW-Rechtsabbiege-Unfall.

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und der ADFC Oranienburg haben in einem Schreiben Sofortmaßnahmen zur Verbesserung unserer Sicherheit in einem offenen Brief an unseren Bürgermeister und die Stadtverordnetenversammlung übermittelt.

Fotos: J. Hix, MAZ

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